Geschichte #02: Der dritte Geburtstag oder ein wichtiger Tag

Schreibe einen Kommentar
Leben

Im Moment bin ich projektmässig ziemlich zugedeckt. Es gibt grad recht viele Deadlines und einiges das ich fertigmachen muss und auch möchte. Ich könnte im Moment 24 Stunden durcharbeiten und es macht mir auch Spass, so wie es im Moment grad läuft. Aber es fehlt an Freizeit und dann läuft man oft Gefahr, dass man die „unwichtigen“ Dinge zur Seite schiebt. Und diese unwichtigen Dinge sind oft die wichtigen Dinge.

Gestern wurde meine Nichte 3 Jahre alt. Und es gab ein Geburtstagsfest mit ihren Freunden und Verwandten. Das Fest begann um 16.00 und das ist noch während meiner Arbeitszeit. Ich hatte um 15.00 noch ein Telefonat mit einem Kunden und der hat mich gebeten, noch ein paar Sachen an seiner Webseite anzupassen…

Und es kam dann zur Entscheidung, entweder den Kunden zu Berücksichtigen oder pünktlich an das Geburtstagsfest zu kommen. Spielt es bei einer 3-jährigen eine Rolle, ob man pünktlich ist. Könnte ich nicht eine halbe Stunde später da sein? Wäre das schlimm? Und dann kam wieder mein Gedanke: Ist es in 20 Jahren wichtig, ob ich an dem Kundenprojekt weitergearbeitet habe? Nein! Ist es in 20 Jahren wichtig, ob ich an ihrem Geburtstagsfest war? Ja.

Ich war kurz vor 16.00 da. Ich konnte Ankommen und alle Begrüssen. Kuchen essen und einen schönen Nachmittag und Abend mit der kleinen geniessen. Es war wichtig, dass ich an dieses Fest ging. Es war wichtig, dass ich da war. Nicht nur für Sie, sondern auch für mich!

Also, stellt Euch bei Entscheidungen immer mal wieder die Frage: Was ist in 20 Jahren wichtiger?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.