{"id":13199,"date":"2017-11-24T16:10:12","date_gmt":"2017-11-24T15:10:12","guid":{"rendered":"http:\/\/kevinrechsteiner.com\/blog\/?p=13199"},"modified":"2017-11-24T16:10:12","modified_gmt":"2017-11-24T15:10:12","slug":"nein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kevinrechsteiner.com\/blog\/2017\/11\/24\/nein\/","title":{"rendered":"Nein"},"content":{"rendered":"<p>Die letzten drei Wochen waren f\u00fcr mich sehr hektisch und chaotisch. Das liegt zum einen daran, dass mein Leben recht eng getacktet ist und ich viele Sachen gleichzeitig mache. Es lag aber in letzter Zeit vor allem daran, dass einiges unvorhergesehenes passiert ist, dass sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Und wenn es dann Dinge sind, die Stunden und teilweise sogar Tage in Anspruch nehmen, ist das Zeit, die mir an anderen Orten fehlt. Es wird mir dann zu viel.<br \/>\nIch habe &#8211; anderes als fr\u00fcher &#8211; das Ganze rechtzeitig erkannt. Ich habe das kommuniziert und gesagt, dass ich zu viel los habe und alles ein bisschen l\u00e4nger dauert. Interessant waren die R\u00fcckmeldungen, die ich daf\u00fcr bekommen habe.<br \/>\nEinerseits habe ich viel Verst\u00e4ndnis bekommen. Die Menschen in meinem Umfeld haben gemeint, ich soll auf mich aufpassen und einfach machen was m\u00f6glich ist. Es auch mal ruhig nehmen und es k\u00f6nne alles warten.<br \/>\nSoweit so gut: Sobald es aber um die eigenen Anliegen dieser Personen ging, wurde es dann pl\u00f6tzlich doch dringend. Die nicht ausgesprochene, aber gef\u00fchlte Aussage: \u201eDie anderen Sachen k\u00f6nnen schon warten, aber ich sollte schon eine Priorit\u00e4t sein. Ich kann nicht warten.\u201c Das war spannend festzustellen.<br \/>\nIn solchen Situationen braucht es dann sehr viel Energie, um zu sagen: \u201eNein, auch f\u00fcr dich habe ich keine Zeit.\u201c Das war schwierig f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Ich bin mir sehr bewusst, dass ich anders Lebe, als viele Menschen. Ich mache, was mir Spass macht. Oft sind mir selber die Beweggr\u00fcnde unbekannt. Ich m\u00f6chte gewisse Dinge einfach machen und erleben. Und ich m\u00f6chte das jetzt machen, weil ich zurzeit die Energie dazu noch habe. Ob ich all meine Ideen in 10 oder 15 Jahren noch angehen werde, bezweifle ich. Darum m\u00f6chte ich vieles (und vielleicht auch zu viel) jetzt machen. Mir ist es wohl so, aber ich verstehe die Menschen, die mir sagen, dass man so nicht leben kann und ich nicht alles auf einmal machen soll.<br \/>\nSo auch in den letzten drei Wochen. Nachdem ich gesagt habe, dass ich im Moment zu viel los habe, bekam ich sehr viel Kritik. Aussagen wie: \u201eEs war ja klar, dass du dich mit dem Tiny House-Projekt \u00fcbernimmst.\u201c oder \u201eich wusste schon immer, dass dir das passieren wird\u201c habe ich mehrmals geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>In meinen Ausbildungen habe ich immer geh\u00f6rt, dass man seine Bed\u00fcrfnisse kommunizieren soll. Sagen, sobald etwas nicht mehr stimmt, oder wie man sich f\u00fchlt. Ich habe aber festgestellt, das so etwas &#8211; vor allem in der Arbeitswelt &#8211; nicht funktioniert. Man muss abliefern. Jetzt. Sofort. Ein Mail muss innerhalb eines Tages beantwortet sein. Termine m\u00fcssen innerhalb der n\u00e4chsten zwei bis drei Tage stattfinden. Wartezeiten von einer Woche sind komplett unrealistisch. Es gibt Kritik, wenn man nicht verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich waren die letzten Wochen eine gute Erfahrung. Ich habe gelernt nein zu sagen und das zu tun, was mir wichtig ist. Ich habe gelernt mit dem Druck umzugehen. Und ich habe gelernt, wer die Menschen in meinem Umfeld sind, die mir in solchen Situationen halt geben.<br \/>\nMir ist bewusst, dass mein Leben sehr voll ist und ich werde das auch nicht \u00e4ndern. Mir ist bewusst, dass es solche Situationen wieder geben wird. Mir ist bewusst, dass ich wieder an einen \u00e4hnlichen Punkt kommen werde. Mir ist aber auch bewusst, dass ich immer besser damit umgehe.<\/p>\n<p>Trotz zu viel Arbeit. Trotz Ersch\u00f6pfung. Trotz Kritik. Mein Leben macht mir Spass und so soll es sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten drei Wochen waren f\u00fcr mich sehr hektisch und chaotisch. Das liegt zum einen daran, dass mein Leben recht eng getacktet ist und ich viele Sachen gleichzeitig mache. Es lag aber in letzter Zeit vor allem daran, dass einiges unvorhergesehenes passiert ist, dass sehr viel Zeit in Anspruch nahm. 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