Gedanken auf der Finca Maputo

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Kaffee

Die letzten Tage auf der Finca Maputo waren so vielseitig und spannend, dass ich erstmal meine Gedanken sortieren musste. Ich konnte einerseits wieder einmal richtig Abschalten und die Zeit hier kommt mir länger vor, als sie wirklich war. Ich habe aber während der Zeit hier viel neues gelernt. Sowohl über Kaffee, als auch über mich.
Ich habe mich zuvor nie genauer mit dem Anbauen von Kaffee beschäftigt und mich auch mit Krankheiten der Pflanzen, Fehlern im Kaffee und Problemen von Feuchtigkeit nicht auseinandergesetzt. Da ich hier aber einen ungefilterten Einblick erhalten habe, konnte ich viel über diese Dinge lernen. Ich wünschte mein Spanisch wäre besser bzw. vorhanden, dann könnte ich hier sicher noch mehr profitieren.

Nach meinem ersten Halbjahrestief, konnte ich hier wieder sehr viel Energie gewinnen. Ich hatte vor wenigen Tagen noch Angst, dass meine Krankheit wieder zurückkehren konnte. Ich hatte nicht direkt Angst vor der Krankheit, sondern viel mehr Angst vor dem Gefühl, während dieser Zeit. Ich habe hier aber nun wieder genügend Kraft geschöpft, dass diese Angst verschwunden ist. Auch wenn es nochmals zu einer Krankheit kommen sollte, weiss ich nun, dass ich damit umgehen kann. Das gibt mir sehr viel Sicherheit!

Während ich das hier schreibe, sitze ich auf der Veranda des Hauses auf der Kaffeeplantage. Es ist am eindunkel und es wird langsam kühl. Ich geniesse den Ort hier. Wenn es so etwas wie Kraftorte gibt, könnte das hier einer sein.
Ich fühle mich bei Verena Blaser und Henry Gaibor sehr willkommen und ich überlege mir, wie es wäre länger hier zu bleiben. Ein Zeit als Kaffeefarmer zu leben. Etwas Neues zu lernen und wiedermal etwas neues zu beginnen…